Anpassung an den Klimawandel – ein Aktionsrahmen!

Abgelegt unter: Neuigkeiten — 15. April 2010 @ 16:20

Die isländische Vulkanasche hat uns wieder vor Augen geführt wie wehrlos wir doch gegen Naturgewalten sind. Sich dem Schicksal zu überlassen ist jedoch auch nicht des Rätsels Lösung. 

 

Wir wissen hinsichtlich des Klimawandels, dass dieser weitgehend auf menschliches Handeln zurückzuführen ist. Jetzt gilt es daher alle beteiligten Akteure von der Notwendigkeit zu überzeugen, global und nachhaltig Maßnahmen zur Verhütung und Linderung von Klimaschäden zu setzen sowie Anpassungen an die veränderten Klimabedingungen zu thematisieren. 

 

Auf Europäischer Ebene wird daher versucht einen Maßnahmenplan auf Basis der Auswirkungen des Klimawandels zu erarbeiten, um besser gewappnet zu sein. Die wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels sind weniger Regentage, dafür aber intensivere Niederschläge, geringere Schneefallmengen und längere Dürreperioden. Die unmittelbaren Folgen sind gerade für den Grundwasserkörper evident. Auch Bodenerosion und Hochwasserrisiken sowie die Gefahr des Waldbrandes nehmen zu. Wir werden es vor allem dann spüren, wenn die Energiesicherheit beeinträchtigt ist oder wenn wir Preisänderungen in den Lebensmittelpreisen sehen. Der Klimawandel wirkt sich erheblich auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Wirtschaftstätigkeit und die gesellschaftlichen Aktivitäten aus. Dabei wird es gerade jene Nationen oder Regionen treffen, welche strukturschwach oder durch geographische Besonderheiten benachteiligt sind. 

 

Die Europäische Union erarbeitet strategische Ansätze, wie gerade diesen Gefahrenbildern entgegengewirkt werden kann und versucht in einem ersten Schritt Wissen zu erwerben und mit lokalen think tanks Handlungsmaxime aufzuzeigen. Generell ist zu befürworten, dass rund 50 % der im Rahmen des Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten (ETS) erzielten Erlöse für Eindämmungs- und Anpassungsmaßnahmen aufgrund des Klimawandels verwendet werden sollen. Unbestritten wird gerade ein Großteil der Arbeit in Anpassungsmaßnahmen im Verkehrswesen liegen. Ich engagiere mich im Transportausschuss bereits seit meinem Amtsantritt im Europäischen Parlament und bin mir natürlich des gewichtigen Hebels bewusst. Rund 27 % der Treibhausgasemissionen der EU werden durch den Verkehrssektor verursacht. Die Ziele aus 2007 bei denen sich die Europäische Union zum Ziel gesetzt hatte die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 20 % zu reduzieren, werden daher ohne strukturelle, optimierte und kostenwahre Verkehrslösungen nicht zu erreichen sein. Genutzt werden sollen diese Erkenntnisse für eine Richtungsänderung und die Konzeptionierung eines nachhaltigen Wachstumsmodells, denn der Aufbau einer Co2-armen Wirtschaft wird sicherlich eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze schaffen! 

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