Roma-Gipfel

Abgelegt unter: Neuigkeiten — 18. März 2010 @ 20:53

Kürzlich diskutierte das Europäische Parlament über die soziale Integration der größten ethnischen Minderheit in Europa, da wir mit den Maßnahmen der letzten Jahre zur Integration der Roma nicht zufrieden waren. Es gibt 10 bis 12 Millionen Roma in Europa, die de facto Angriffspunkt expliziter und impliziter Diskriminierung sind; d.h. sie sind Opfer rassischer Gewaltanwendung, Wohn- und Bildungsbenachteiligung und Vertreibungen ausgesetzt. D.h. wir müssen jetzt eine Bewertung vornehmen, was gemacht wurde und wie es funktioniert hat bzw. eruieren, was nicht funktioniert hat. Aus ersten Einschätzungen wissen wir jedoch, dass einerseits die Mitgliedsstaaten die gewidmeten Mittel nur in geringem Maße nutzen, und dass anderseits auch die nationalen Behörden, die mit dem Strukturfonds verbundenen Möglichkeiten, nur halbherzig umsetzen. Es darf tatsächlich dieses Integrationsbestreben nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, den Roma existieren tatsächlich und die Frage einer Integration stellt sich täglich immer lauter. Wir dürfen zwar die Augen nicht davor zumachen, dass Integration auch den Willen bei den zu Integrierenden voraussetzt, doch wirken kulturelle Ressentiments der Verantwortlichen hinderlich. Auch sind die Hetzkampagnen mancher Rechtspopulisten aufs Schärfste zurückzuweisen, denn „Anders“ heißt nicht „Schlecht“. So wie es in einem Gutmenschenchargon auch nicht zwangläufig „Bereichernd“ heißt, müssen wir uns dieser Realität und uns dieser moralischen Pflicht stellen - Menschen wie Menschen im Sinne der goldenen Regel, „was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ respektvoll zu behandeln. 

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