Griechenland – ein Staat auf Pump?

Abgelegt unter: Neuigkeiten — 24. März 2010 @ 12:43

Ärgert es Sie auch, dass die europäischen Finanzminister bereits am Netz für Griechenland spinnen, während die Diskussion warum es so weit gekommen war nicht ausreichend stattfand?
-         Korruption
-         Ineffektive Strukturen
-         Leben auf Pump, Subventionsmentalität.
Es kann nicht bestritten werden, dass kurzfristige Befindlichkeiten fehl am Platz sind. Es hat keinen Sinn, Griechenland für bankrott zu erklären, dafür sind die Wirtschaften zu sehr vernetzt. Dies sieht man bereits an den Währungsdiskussionen über GB, US-Dollar, CHF und EUR. Ein bankrottes Griechenland und ein schwacher EURO ist gut für einige Exporteure, doch werden sehr viele Rohstoffe in US-Dollar gehandelt, was die Wirtschaft wieder belasten würde. Was das Problem vielmehr ist, dass Schwankungen viel zu schnell stattfinden können und das Marktgleichgewicht (oder zumindest das Vertrauen darauf) leidet und dass eine wirkliche Auseinandersetzung und systematische Lösung des Problems nicht thematisiert wird. Ich finde es sehr gut, dass die griechische Regierung tatsächlich Verantwortung gezeigt hat und sehr viele Maßnahmen gesetzt hat, welche verständlicherweise nicht mit Lobeshymnen der BürgerInnen goutiert wurden – sie sind jedoch notwendig. Eines müssen wir immer erklären – Geld wird nicht gedruckt – Geld hat einen Gegenwert – dieser ist Leistung und Ware. Unsere europäische Aufgabe ist es nicht einen Staat zu subventionieren, zu finanzieren… Dies muss auch in die Köpfe der Griechen rein!!!
 

Eine Moral aus der Geschichte ist auf alle Fälle, dass Aufnahmewerber mit einer „Nehmen-Mentalität“ oder „Fördertopfmentalität“ eine große Bandbreite an strukturellen Aufgaben vor dem Beitritt zu bewältigen haben (Mussforderung der EU), und dass Finanzzahlen, nicht wahrer sind, nur weil sich auf Papier eines Finanzministeriums gedruckt sind.

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