Blockadepolitik ist veraltet
Jetzt haben wir es zumindest auch noch wiederholt wissenschaftlich bewiesen. Die Blockade gegen die Einrechnung externer Kosten in der Eurovignette muss endlich aufgehoben werden. Es ist einfach unverständlich und sehr bedauerlich, dass der vom EU-Parlament gefasste Beschluss zur Eurovignette noch immer durch den Rat blockiert wird. Das EU-Parlament hat sich darauf geeinigt, dass die externen Kosten, die der LKW-Verkehr verursacht, wie etwa Staukosten, Lärmkosten und Kosten, die durch Luftverschmutzung entstehen, in die Eurovignette eingerechnet werden. Gegner der Einrechnung wiederholen gebetsmühlenartig und anscheinend unreflektiert – oder durch andere Interessen finanziert - dass dadurch eine Verteuerung der transportierten Güter eintreten würde und dies dem Konsumenten schadet. Die kürzlich im Verkehrsausschuss vorgestellte Studie des Joint Research Centers verlangt, dass sich die Blockierer und die Frächterlobby sowie der Rat was Neues einfallen lassen müssen.
Die Studie hat gezeigt, dass der Anstieg der Kosten für die Spediteure sehr gering ausfallen werde. Darüber hinaus sei anzunehmen, dass durch die Eurovignette die Frächter dazu angehalten werden, ihre Effizienz zu steigern und beispielsweise Leerfahrten zu vermeiden.
Diese Anpassung im Transportverhalten wird dazu führen, dass die Kostenerhöhung kaum Auswirkungen auf den Endpreis eines transportieren Produktes hat. Ein interessantes Beispiel wurde im Bericht betrachtet. Ein Paar Jeans, das durch Europa transportiert wird, würde lediglich um 0,03 Prozent teurer. Nun mal ganz ehrlich – dadurch wird kein Konkurs verursacht und kein uneträglicher Druck den Frächtern aufgebürdet. Diese geringe Teuerung steht in keinem Verhältnis dazu, was sich der Steuerzahler ersparen würde, wenn der LKW-Verkehr die von ihm verursachten Kosten selber tragen würde. Wir alle wollen dazu beitragen, dass der Klimawandel gestoppt wird. Es ist daher unverständlich, dass einer der größten Verursacher, nämlich das Transportgewerbe, keinerlei Beitrag dazu leisten soll. Es wäre daher zu wünschen, dass die Frächter ihrerseits Verantwortung übernehmen und endlich bereit sind, die Wegekostenrichtlinie zu akzeptieren – Der Rat hat nun endlich zu handeln!!
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